Eingeschlossene Emotionen belasten - wie schweres, altes Gepäck


Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt


Friedbert Niessen, Heilpraktiker, Dipl.-Ing.
Friedbert Niessen, Heilpraktiker, Dipl.-Ing.

"Im Laufe unserer Lebensreise sind wir vielen stressigen Situationen ausgesetzt. Das ist meistens kein Problem. Unser Nervensystem kann damit umgehen.

Wenn die Belastung dieser stressigen Situation jedoch zu intensiv wird, wird die damit verbundene Emotion unbewusst abgespalten.

Wir bilden eine eingeschlossene Emotion. Dies hilft uns, die akute Situation zu überwinden."

Kurzer Stress = Kein Problem


Im Laufe des Lebens kommt es immer wieder zu stressigen Ereignissen. Diese werden bewältigt. Es kehrt wieder Ruhe ein. Stress und Entspannung wechseln sich ab. Das Verhältnis ist ausgewogen. Körper und Seele sind gesund.  

Dauerstress = Emotionale + Körperliche Folgen


Wenn aus dem alltäglichen, ständigen Beschäftigtsein Dauerstress wird, wird dieses gesunde Gleichgewicht nachhaltig gestört. Dauerstress kann emotionale und körperliche Krankheiten nach sich ziehen.

 

Selbst, wenn die momentane Situation gerade ruhig und stressfrei ist, reichen unser ständiges Nachdenken und unsere Erinnerungen aus, Stressreaktionen im Körper am Laufen zu halten. Dieser Stress kann sich buchstäblich in unser Gehirn einbrennen.

  

Die American Medical Association sagt:

"80 % aller Gesundheitsprobleme sind stressbedingt".

 

Dieser ständige Notfallmodus erzeugt die entsprechenden Stresshormone im Körper: Erhöhtes Cortisol (langsames Stresshormon), erhöhtes Adrenalin (schnelles Stresshormon). Gefühle von Wut, Aggression, Angst, Ohnmacht können sich einstellen.

Werden diese dann zum Dauerzustand, können daraus  Depression und Burnout entstehen. Zu den körperlichen Erkrankungen ist es dann möglicherweise nur noch ein kleiner Schritt.   

Wenn eine Emotion "viel zu stark" wird


Nehmen wir das Beispiel Wut. Spüren wir diese Wut so stark im Körper, dass sie zu mächtig wird, kommen wir schnell an einen Punkt, an dem wir sie nicht mehr aushalten können. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als diese Emotion abzuspalten oder bildlich gesprochen:  Eine eingeschlossene Emotion entsteht. Der Körper kann in diesem Erregungszustand hängenbleiben.

 

Das gleiche gilt für die Emotion Angst. Angst kann so überstark werden, dass wir nicht mehr wissen, wie es weitergeht und wir buchstäblich einfrieren.

 

In unserer Kindheit sind wir von unseren Bezugspersonen (Eltern, Lehrern...) abhängig. Wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen, können wir uns dagegen "nicht wehren".  Als Kind kann man die vorhandene Situation nicht wirklich verbessern. Deshalb stammen viele der sog. eingeschlossenen Emotionen aus der Kindheit und Jugendzeit.

 

So sammeln wir im Laufe unseres Lebens eingesperrte Emotionen. Diese schleppen wir als Ballast mit uns durchs Leben. Stellen Sie sich diesen Ballast als "emotionales Gepäck" vor.   

Könnte es also sein, dass sich hinter den verschiedenen Krankheiten - egal ob körperlich oder psychisch - eingeschlossene Emotionen verstecken?  

Wie werden wir dieses emotionale Gepäck wieder los?

Wie werden wir diesen Ballast los?


Werden Schritt für Schritt die eingeschlossenen Emotionen sichtbar gemacht und dann aufgelöst, können wir unsere Freiheit zurückgewinnen. Krankheitssymptome können sich auflösen, Schmerzen können verschwinden. 

Unser Unterbewusstsein ist wirklich machtvoll


"Das Unterbewusstsein ist 1000mal mächtiger

als das Bewusstein" (Tor Norretranders)

 

Das Unterbewusstsein können Sie sich wie eine Computer-Festplatte vorstellen. Wir kommen mit einer ziemlich leeren Festplatte auf die Welt. Alle Lebenserfahrungen werden auf dieser Festplatte gespeichert.

 

Stellen Sie sich Ihr Unterbewusstsein wie einen großen, unbewussten Archivcomputer vor, in dem alle Ihre Erlebnisse, Lernerfahrungen und emotionale Muster - sowohl gute als auch schlechte  - abgespeichert sind.  

Wie wäre es, wenn Sie Koffer für Koffer auflösen?


In der Praxis setzen wir alles daran, durch eine bestimmte Vorgehensweise die eingeschlossenen Emotionen zu identifizieren. Wir versuchen, diese aus dem Unterbewusstsein in Ihr Bewusstsein zu bringen.

Sobald diese eingeschlossene Emotion an die Oberfläche kommt und Sie diese bewusst anschauen, kann sich die daran gebundene emotionale Energie lösen. Es ist so, als wenn wir einen Koffer aus diesem Gepäckbündel auflösen.

 

Bildlich gesprochen: Verschwindet ein Koffer aus der Vergangenheit, fühlt sich das oft viel leichter, befreiter und unbeschwerter an. 

Welche Termine sind noch frei?

Alle freien Termine finden Sie hier - bitte klicken: 


Zitat: 1) Dr. Bradley Nelson

Begriffslexikon Psychotherapie

 

Angst

Man unterscheidet verschiedene Formen von Angst. Es gibt eine generalisierte Angststörung, Phobien oder Panikattacken. Mehr erfahren Sie unter dem jeweiligen Begriff.

Angst an sich ist erst einmal positiv zu bewerten. Sie dient dem Überleben. Bei Lebensgefahr wird Adrenalin freigesetzt, dass zu Flucht oder Angriff mobilisiert. Der Herzschlag beschleunigt sich, die Atmung geht schneller, der Körper bereitet sich auf Flucht oder Kampf vor.  Angst wird erst zu einem Problem, wenn diese Reaktionen bei harmlosen, nicht lebensbedrohenden Situationen auftreten, z. B. im Kaufhaus oder beim Anblick einer Spinne.

 

Generalisierte Angststörung

Als generalisierte Angststörung bezeichnet man langanhaltendes Grübeln und Sorgen um die Zukunft, den Beruf, die Gesundheit oder die Menschen, die einem am Herzen liegen.  Dies führt zu Schlafstörungen, Ruhelosigkeit, innerer Anspannung oder körperlichen Beschwerden wie Zittern, Mundtrockenheit, Schwitzen, Herzrasen. Oft werden Dinge vermieden oder vor sich her geschoben.

 

Gesprächstherapie

Gesprächstherapie ist auch unter klientenzentrierter Gesprächstherapie oder non-direktiver Psychotherapie bekannt. Die Haltung des Therapeuten ist hierbei, bedingunglose Wertschätzung des Klienten, einfühlsames Verstehen (Empathie) und die sog. Kongruenz. Kongruenz bedeutet ein Offen-Sein und Wahrhaftigkeit gegenüber dem Patienten. In einer geschützte und angstfreien Atmosphäre kann der Patient offen über sein Problem sprechen ohne dass es vom Therapeuten bewertet wird. Der Therapeut gibt keine Ratschläge oder Empfehlungen, sondern unterstützt den Patienten die Lösung selbst zu entwickeln. 

 

Hypnose

Obwohl Hypnose von dem griechischen Wort Hypnos = Schlaf stammt, hat Hypnose nichts mit Schlaf zu tun. Zwar befindet sich der Körper in einem entspannten Zustand, aber der Hypnotisierte bekommt alles mit. Der Patient schläft nicht, sondern ist in der Lage, sich mit dem Therapeuten zu unterhalten und sich an alles zu erinnern. Die Hypnose dient dazu, tieferliegende Ursachen für Probleme zu ergründen und diese aufzulösen. Das Unterbewusstsein kennt die Ursache, aber auch die Lösung für das Problem. Hypnose wird in unseren Praxen in Heinsberg und Erkelenz angeboten, mehr dazu erfahren Sie unter dem Reiter im Hauptmenü.

 

Phobie

Eine Phobie ist eine Angst die nur in Zusammenhang mit einem bestimmten Auslöser auftritt. Hund, Spinne, Flugzeug, Prüfungen, Zahnarzt sind ein paar Beispiele für solche Angstauslöser. Es kommt dann zu Herzrasen, Zittern, Schwindel, Beklemmungsgefühl, Übelkeit. Ist dieser Auslöser nicht in der Nähe, passiert nichts und alles ist in Ordnung. Phobien oder Ängste im Allgemeinen kann man gut mit Verhaltenstherapie oder Hypnose behandeln.

 

Psychologische Beratung

Psychologische Beratung dient der Unterstützung in Krisensituationen, bei Entscheidungen, Liebeskummer, Trennung oder Trauer. Sie hat im Gegensatz zur Psychotherapie keine psychischen Erkrankungen im Blickfeld, sondern dient der Beratung und Unterstützung.

 

Psychotherapie

Psychotherapie ist ein Oberbegriff, der die Feststellung, Heilung und Linderung von psychischen Erkrankungen umfasst. Sie wird ausgeübt von Psychologischen Psychotherapeuten, Ärzten mit Psychotherapie Fortbildung und Heilpraktikern. Es gibt verschiedene Richtungen. Dazu gehören z. B. Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie und Hypnosetherapie. 

In unseren Praxen in Heinsberg und Erkelenz bieten wir Psychotherapie mit obigen Methoden an.

 

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie betrachtet, einfach ausgedrückt die Zusammenhänge zwischen Reiz (Auslöser) und Reaktionsmuster auf diesen Reiz. Die Spinne erzeugt. Angst. Der Reiz ist die Spinne, das Reaktionsmuster Herzklopfen, weglaufen, Spinne töten. In der Verhaltenstherapie analysiert man die Gedanken, die bei diesem Prozess auftauchen und hinterfragt sie.  Später kommt es zu einer schrittweisen Annäherung an das angstauslösende Objekt in Gedanken (in sensu) oder im realen Leben (in vivo). Wir arbeiten in unseren Praxen in Erkelenz und Heinsberg sowohl mit Verhaltenstherapie als auch mit Gesprächstherapie.